Kirschbaum und Kirschholz         lat. Prunus avium

heimischer Laubbaum

Verwendung:

Möbelbau, Furniere, für Bürsten- und Messergriffe, Musikinstrumente, Intarsien und für Drechselarbeiten; Früchte essbar;

Wuchs:

auf Kulturflächen und in heimischen Laubwäldern auf nährstoffreichen, durchlässigen, tiefgründigen Böden;

Holz:

eher seltenes, wertvolles, hartes, biegsames, dichtes, feinfaseriges, elastisches, schweres, sehr zähes Holz mit dezenter Maserung und rötlich-gelb-brauner Farbe;

Bedeutung:

Alter Volksglaube rät das erste Badewasser eines Mädchens an einen Kirschbaum zu schütten damit das Kind später rein, edel und schön werde.
Blüten und Früchte werden oft als Heiratsorakel verwendet. So schneiden vielerorts heiratsfähige Mädchen am Barbaratag am 4. Dezember Kirschbaumzweige und stellen diese ins Wasser. Jeder Zweig wird mit dem Namen eines Mannes versehen den sich das Mädchen zum Manne wünscht. Dessen Zweig als erstes erblüht, der wird im nächsten Jahr der Auserwählte sein. Blüht kein Zweig vor Weihnachten, gibt es im nächsten Jahr keine Heirat.

Mythologie und Literatur:


Geschnitztes aus Kirschholz:

Schneidbrett aus Kirschholz  Schale aus Kirschholz  Schale aus Kirschholz Armreif aus Kirschholz Blumenständer Kirschholz